Was tun wir, wie betrachten wir, wie definieren wir unsere Verbindung zu dem Ökosystem, dessen Teil wir sind, hier und jetzt, im 21. Jahrhundert, in der westlich geprägten Welt oder anderswo. Wie leben wir, wie definieren wir Heimat oder gerade Heimatlosigkeit, was verbindet uns in unserer Existenz mit einer anderen Spezies. 


Aktuelles

Ab dem 10. Mai 2024 (Himmelfahrt) zeige ich im Kelterhaus des Weinguts Kerpen in Bernkastel-Wehlen einige neue Arbeiten. Zudem wird bei der Vernissage ein von mir gestaltetes Etikett der Kollektion Kerpen präsentiert. Die Ausstellung läuft die ganze Saison über bis zum 8. September.

"was bleibt": Sommer 2023, Cusanus-Geburtshaus, Bernkastel-Kues

Die Ausstellung  umfasst Arbeiten der letzten fünf Jahre. Zum Teil wurden sie kurz vor Covid bereits in Museen gezeigt, die jüngsten im ersten Halbjahr 2023. Von den weiten Hügellandschaften und schroffen Steinbrüchen der Vulkaneifel bis zu detailreichen, mit Farn und Moos bewachsenen Felswänden oder wucherndem Gestrüpp betrachtet die Künstlerin ihre Umgebung und stellt sie in den unterschiedlichsten Medien dar. 

Was bleibt von einer Landschaft, wenn der Mensch sie nach seinen Vorstellungen einrichtet? Was erobert sich die Natur zurück? In den Zeichnungen kleiner Geländeausschnitte befragt und untergräbt die Künstlerin die Wertung einer so genannten „sehenswerten Landschaft“, denn auch aus menschlicher Perspektive unansehnliche oder unwichtige Teile der Natur erfüllen die Funktion eines vollständigen Lebensraums. Vom Menschen unbeachtet, spielt sich dort in aller Stille ein universelles Thema ab – das unaufhaltsame Wachstum der Pflanzen und aller Lebewesen, die diesen Bereich bevölkern. 

Portfolio

Ist Landschaft unveränderlich? Befindet sich in jedem von uns eine Blaupause der Umgebung, in der wir aufgewachsen sind? Was ist Heimat? Was geschieht, wenn sich die Ewigkeit einer Hügelkette als Illusion herausstellt?  

Hintergründe

Studium der Druckgrafik und der Freien Kunst an der Muthesius Hochschule Kiel und der Rietveld Academie Amsterdam.
14 Jahre Stadtleben in Amsterdam, Wanderjahre im Südlichen Afrika mit einer prägenden Arbeitszeit bei der Stiftung Penduka in Katutura (Namibia), ein Weiler im Allgäu, ein Dorf in der Vulkaneifel und eine Kleinstadt an der Mosel.

Textil - Stickerei - Appliqué

 In  häufig großformatigen Textilarbeiten verbinde ich Handstickerei mit Appliqué. Die Kombination vermittelt einen äußerst haptischen Eindruck, der Collage und Zeichnung zitiert - nur mit anderen Mitteln. Die Textilarbeiten entstehen zum größten Teil aus recycelten Stoffen: alten Tischdecken, Hemden, Geschirrtüchern usw. Der Ursprung der Stoffe ist dabei zweitrangig und nicht erkennbar, außer er trägt dezidiert zum Inhalt der Arbeit bei. 

Zeichnung

 Ich suche in der Natur nach scheinbar unnützen Abschnitten eines Geländes, überwachsenen Böschungen, Felsen oder Löchern unter Baumstümpfen, deren Inneres dem Blick und Werturteil des Menschen entzogen ist. Meine Hoffnung ist, dass es gerade das sein wird, was bleibt: vergessene Ecken, wo das Leben still und heimlich weitergeht.   

Druckgrafik

Inspiriert von der Natur, die mich umgibt, entstehen Handabzüge von Holzblöcken und Linolplatten: schwarzweiß, als Mehrfarbdruck oder handkoloriert.