"Was tun wir, wie betrachten wir, wie definieren wir unsere Verbindung zu dem Ökosystem, dessen Teil wir sind, hier und jetzt, im 21. Jahrhundert, in der westlich geprägten Welt oder anderswo. Wie leben wir, wie definieren wir Heimat oder gerade Heimatlosigkeit, was verbindet uns in unserer Existenz mit einer anderen Spezies." 


Aktuelles

In der BBK-Galerie in Mainz sind vom 15. - 29. Oktober zwei meiner Arbeiten zu sehen. Eröffnung ist am 14. Oktober um 19 Uhr. Weitere Infos und Route auf der Homepage des BBK Rheinland-Pfalz.

"was bleibt": Sommer 2023, Cusanus-Geburtshaus, Bernkastel-Kues

Die Ausstellung  umfasst Arbeiten der letzten fünf Jahre. Zum Teil wurden sie kurz vor Covid bereits in Museen gezeigt, die jüngsten im ersten Halbjahr 2023. Von den weiten Hügellandschaften und schroffen Steinbrüchen der Vulkaneifel bis zu detailreichen, mit Farn und Moos bewachsenen Felswänden oder wucherndem Gestrüpp betrachtet die Künstlerin ihre Umgebung und stellt sie in den unterschiedlichsten Medien dar. 

Was bleibt von einer Landschaft, wenn der Mensch sie nach seinen Vorstellungen einrichtet? Was erobert sich die Natur zurück? In den Zeichnungen kleiner Geländeausschnitte befragt und untergräbt die Künstlerin die Wertung einer so genannten „sehenswerten Landschaft“, denn auch aus menschlicher Perspektive unansehnliche oder unwichtige Teile der Natur erfüllen die Funktion eines vollständigen Lebensraums. Vom Menschen unbeachtet, spielt sich dort in aller Stille ein universelles Thema ab – das unaufhaltsame Wachstum der Pflanzen und aller Lebewesen, die diesen Bereich bevölkern. 

Portfolio

Ist Landschaft unveränderlich? Befindet sich in jedem von uns eine Blaupause der Umgebung, in der wir aufgewachsen sind? Was ist Heimat? Was geschieht, wenn sich die Ewigkeit einer Hügelkette als Illusion herausstellt?  

Hintergründe

Studium der Druckgrafik und der Freien Kunst an der Muthesius Hochschule Kiel und der Rietveld Academie Amsterdam. Auf 14 Jahre Stadtleben in Amsterdam folgten Wanderjahre im Südlichen Afrika mit einer prägenden Arbeitszeit bei der Stiftung Penduka in Katutura, dem Township der namibischen Hauptstadt Windhoek. Nach einer längeren Zeit im Allgäu und in der urwüchsigen Landschaft der Vulkaneifel bin ich wieder an die Mosel zurückgekehrt.

Stickerei

Viele meiner Stickereien sind an klassische Portraits angelehnt, allerdings bilde ich ausschließlich Tiere ab. Hintergrund ist das Bedürfnis, die diversen nichtmenschlichen Spezies als gleichwertig wahrzunehmen und sie in ihren Portraits mit der gleichen Sorgfalt und Genauigkeit abzubilden, wie man es bei einem Menschen tun würde. In der Betrachtung zeigt sich die Persönlichkeit des Abgebildeten, wer immer er sein mag

Zeichnung

Meine Zeichnungen basieren auf kleinen Geländeausschnitten: einem Gebüsch an einer Wegböschung, Waldboden, aufgeworfener Erde an einem Baumstumpf, mysteriösen Löchern im Boden oder mit Moos überwachsenen Ästen. Die Wertung hinsichtlich einer „sehenswerten Landschaft“ wird untergraben, denn auch diese manchmal unansehnlichen und daher unwichtigen Abschnitte erfüllen die Funktion eines vollständigen Lebensraums. Vom Menschen unbeachtet, spielt sich dort in aller Stille ein universelles Thema ab: das unaufhaltsame Wachstum der Natur und aller Lebewesen, die sie bevölkern.  

Druckgrafik

Inspiriert von der Vulkaneifel entstehen Handabzüge von Holzblöcken und Linolplatten: schwarzweiß, als Mehrfarbdruck oder handkoloriert. Neben den urwüchsigen Landschaften arbeite ich an einer Serie über Steinbrüche, in denen Lava und vulkanisches Gestein abgebaut wird. Oftmals verborgen vom Blick der Touristen, offenbaren sich dort die Erdschichten der aufgebaggerten, bloßgelegten Bergflanken.